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Sechs Referenten, sechs Themen

13.10.2010

Lüdinghausen - Wie sieht unsere Zukunft aus? Wie werden wir leben? Wie kommunizieren? Wie arbeiten? Diese Fragen lassen sich sicherlich nicht eindeutig beantworten, doch der Zukunft ein bisschen näher gekommen - und zwar ganz ohne Wahrsagerei - sind die 60 Teilnehmer des dritten „Dies academicus“. Zu sechs Themen hielten die Referenten im Atrium der Ostwallschule ihre Vorträge. Jürgen Lummer, der zusammen mit Burkhard Scheuer als Veranstalter auftrat, begründet die speziellen Themen damit, dass man nicht nur oberflächlich, sondern auch tiefgründig die Materie behandeln wollte. Auch habe man sich Themen gesucht, die aktuell diskutiert werden.
 Rund 60 Interessierte fanden den Weg zum „Dies academicus“ in der Ostwallschule.

Nun muss Jürgen Lummer jedoch zugeben, dass in der heutigen Zeit die Vorausschau schwieriger denn je ist. „Es gibt immer schneller Innovationen“, meinte er. Vor zwei Jahren zum Beispiel waren die sozialen Netzwerke im Internet ein Themenpunkt, heute gehören diese bereits zum Alltag. Damit trotzdem ein Ausblick gewagt werden darf, luden die Veranstalter „eigentlich nur Spezialisten in ihren Bereichen“ nach Lüdinghausen ein. Jan Stimberg sprach über Recycling in Zeiten globaler Rohstoffknappheit, Dr. Martin Holtmann über die Palliativmedizin, Diplom-Ingenieurin Meike Albers hatte die Stadtentwicklung in Zeiten des Klimawandels als Thema, Jens Peter Wörz referierte über die Bedeutung von internetfähigen Mobilgeräten, Diplom-Ingenieur Tomi Engel sprach über die Netzintegration von Elektrofahrzeugen und Diplom-Kaufmann Markus Dreckmann über personalpolitische Änderungen dank des demografischen Wandels.
Gemeinsamkeiten hatten die Vorträge wenig, was den Wissenschaftstag nach Ansicht von Jürgen Lummer facettenreich macht. „Wir wollen Leute, die über den Tellerrand gucken.“ Auch wenn dieses Mal vornehmlich Akademiker zum „Dies academicus“ kamen, stehe dieser „für jedermann“ offen. Nach ihren gut einstündigen Vorträgen standen die Referenten für weitere Gespräche den Zuhörern zur Verfügung.

Westfälische Nachrichten, 04.10.2010